Pressemitteilung zum Ausgang der Abstimmung über den vorzeitigen Rückbau der Herdschwand Gebäude

 

Das Komitee ist vom Entscheid des Einwohnerrates nicht überrascht, da die Meinungen im Parlament innerhalb von FDP, SVP und grossen Teilen der CVP schon lange gemacht sind.

Der Einwohnrat will somit auch vollendete Tatsachen schaffen und nicht abwarten bis zu einem rechtswirksamen Entscheid über das qualitativ unterdurchschnittliche Projekt „Neuschwand“. Die Gemeinde geht damit aber auch ein hohes Kostenrisiko ein.

Das Komitee wird nun unverzüglich das Referendum gegen diesen Entscheid starten und die notwendigen Unterschriften bis Ende August an breiter Front sammeln.

Die aus dem Referendum entstehende Volksabstimmung wird zeigen, wie die Stimmbürger zu einem Abriss der 41-jährigen Herdschwand Gebäude stehen. Diese Gebäude sind unserer Meinung nach keine Abrissobjekte, sondern nur im Unterhalt stark vernachlässigt und das leider seit vielen Jahren.

Statt 1.5 Mio. für den Abriss auszugeben, könnte mit nur 1.4 Mio. Investitionen oder weniger (Gemeindekalkulation z.H. des ER) der technische und sicherheitsrelevante Zustand der Gebäude wiederhergestellt werden. Damit könnte die Herdschwand für viele weitere Jahre für unterschiedliche Nutzungen erhalten werden.

Die Gemeinde hat durch das enorme Wachstum der Bevölkerung einen hohen Raumbedarf und für die Herdschwand müsste die Nutzung für gemeindeeigene Zwecke endlich seriös geprüft werden.

Leider will der Grossteil des Parlaments dieses letzte grosse Grundstück in der Zone für „öffentliche Zwecke“ im Zentrum unbedingt umzonen und verkaufen, um noch mehr Mietwohnungen in Emmen zu ermöglichen.

Der Gewinn aus diesem Verkauf könnte übrigens grosse Auswirkungen auf den Finanzausgleich haben und sich zu einem Nullsummenspiel entwickeln (siehe Finanzausgleichverlust von Malters durch Grundstücksgewinn).

Das Land inmitten der Kernzone wäre aber für aktuelle und zukünftige Bedürfnisse der nächsten Generationen für immer verloren.

Für den gemeindeeigenen Erhalt und gegen die Umzonung setzt sich das Komitee und der Verein „Herdschwand erhalten zum Nutzen aller“ weiterhin vehement ein und wird dazu alle Volksrechte weiter wahrnehmen.

Die Gemeinde kann davon ausgehen, dass zum Bebauungsplan wie auch zur Umzonung das Referendum ergriffen und es somit zu weiteren Volksabstimmungen kommen wird.

www. herdschwand.info

Für das Komitee

Rolf Stähli