Das Komitee „Herdschwand erhalten - zum Nutzen“ aller ergreift das Referendum gegen den Bebauungsplan Neuschwand und die Teiländerung des Zonenplans (Umzonung) in Emmen und reicht 1400 Unterschriften ein.

 

Dem Komitee ist es wiederum gelungen, ohne grosse Organisation im Rücken, eine stattliche Anzahl von Unterschriften zu sammeln. Trotz der einseitigen Berichterstattung im Emmen Mail in der Oktoberausgabe, welche in keiner Art und Weise die Opposition des Komitees sowie die möglichen Auswirkungen auf den Finanzausgleich erwähnt, hat die Emmer Bevölkerung das 2. Referendum des Komitees wieder grossartig unterstützt. Dies beweist die Bedeutung des Anliegens für die Emmer Bürgerinnen und Bürger.

 

Es dürfte wohl das erste Mal in der Geschichte von Emmen sein, dass innerhalb von wenigen Monaten zweimal ein Referendum zum gleichen Hauptgeschäft zustande kommt, ohne dass eine Partei die Federführung hat.

 

Das erste Referendum wurde gegen den vom Einwohnerrat genehmigten Kredit für den vorzeitigen Abriss der bestehenden Gebäude ergriffen. Das nun vorliegende zweite Referendum bezweckt, die Umzonung des Geländes des Betagtenzentrums Herdschwand vom öffentlichen Zweck in eine Wohnzone sowie den vom Einwohnerrat beschlossenen Bebauungsplan Neuschwand zu verhindern.

 

Umzonung und Bebauungsplan sind Voraussetzungen für den Verkauf des Grundstücks an die Losinger Marrazzi AG (Vertragsklausel). Ohne die Umzonung kann somit der aktuelle Verkauf verhindert werden und die Gemeinde kann ohne Entschädigungszahlung vom Vorvertrag zurücktreten bzw. dieser verliert seine Gültigkeit, da die Bedingung der Umzonung und des Bebauungsplanes nicht erfüllt ist. Es gilt daher: «Keine Umzonung, kein aktueller Verkauf der Herdschwand“

Das Komitee hat die weiteren Gründe auf der Rückseite des Referendumsbogens, den wir Ihnen beilegen, dargelegt (enormes Wachstum der Gemeinde, Infrastrukturbedarf als Folge, immer grösserer Leerwohnungsbestand in Emmen, qualitative Mängel beim Bebauungsplan: nur noch Mietwohnungen, enge Bauweise, mangelnde Besonnung und Wohnausrichtung.

 

Sowohl die Verwaltung, als auch die Schule und die Betreuung der Betagten werden in den nächsten Jahren mehr Raum benötigen, der für die Gemeinde Emmen nirgends günstiger zur Verfügung steht als im ehemaligen Betagtenzentrum Herdschwand. Der Kanton Luzern hat sich nach eingehender Prüfung ausdrücklich gegen eine Verwendung als Asylzentrum heute wie in Zukunft entschieden. Es ist sinnvoll, eine Landreserve für öffentliche Aufgaben für die künftigen Generationen an dieser zentralen Lage zu erhalten. Landbesitz ist ausserdem inflationsresistent.

 

Das Komitee ist daher gegen eine Umzonung sowie den Bebauungsplan Neuschwand und ergreift zusammen mit den 1400 Personen, die das Anliegen unterstützen, dieses Referendum.