Besten Dank an die Gemeinde, dass die Bevölkerung am letzten Samstag die Möglichkeit hatte, einige Räume des ehemaligen Altersheim Herdschwand besichtigen zu können. So konnte sich jedermann selber einen Eindruck über den Zustand der Räumlichkeit und der Bausubstanz machen. Unser Eindruck: zweifellos war ersichtlich, dass bei einer weiteren Nutzung einige Reparaturen notwendig sind. Gleichzeitig waren wir überrascht über die Bausubstanz, sprich aus unserer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass so ein Gebäude abgerissen werden soll, umsomehr, da bekanntlich nun das bisherige Personalhaus nicht vom Abriss betroffen sein soll. Wir werden auch den Eindruck nicht los, dass bei der Führung explizit nur Schäden und Negatives vermittelt wurde. Die Räumlichkeiten weisen unseres Erachtens jedoch auch Potenzial zur weiteren Nutzung auf z.B. für Musikschule, Religionsunterricht, Vereinslokale, Therapieräume, Studentenwohnungen , Mittagstisch etc. Auf der Homepage des Altersheim Unterlöchli findet man auch erstaunliche Aussagen wie "selbstverständlich sind wird bestrebt auch im BZ Herdschwand (bis ca August 2017 bewohnt) das überdurchschnittliche Niveau unseres Dienstleistungsangebots aufrechtzuerhalten". Wie kann ein solches Versprechen gemacht werden, wenn der Zustand der Gebäude so desolat ist, wie man es am Samstag vermitteln wollte?
Leider bekamen wir auch den Eindruck, dass die Gemeinde nicht unbedingt bemüht ist, die Gebäude bis zum definitiven Entscheid vom 4. März zu unterhalten. Beispiel: Die Besichtigung fand in einer eher frostigen Umgebung statt, sprich, die Heizung wurde anscheinend total abgestellt d.h. gemäss beiliegender Foto sieht es fast aus, als ob das Heizungssystem "abgetrennt" wurde. Dies wäre aus unserer Sicht fahrlässig, denn bei diesen Wintertemperaturen kann dies zu grossen zusätzlichen Schäden führen!
Zwar waren am Samstag Befürworter und Gegner anwesend, doch viele der vom "Gegner-Komitee" aufgeführten Argumente wie z.B. Auswirkungen des Verkaufs auf den kantonalen Finanzausgleich für die Gemeinde Emmen, waren am Schluss für uns nicht beantwortet.
Unser persönliches Fazit: die Gemeinde hat überhaupt kein Interesse die bestehenden Gebäude weiter zu unterhalten oder zu vermieten und nimmt weitere Schäden an den ehemaligen Gebäuden des Altersheims in Kauf bzw. nur noch zusätzlicher Wohnraum in der Gemeinde Emmen (Folge: z.B. überraschenderweise zu wenig Schulraum) steht im Vordergrund.
Unter diesen Aspekten wäre es wünschenswert, wenn die Gemeinde auf Ihrer Homepage (Bebauungsplan Neuschwand) objektiver über Vor- und Nachteile im Zusammenhang mit der Abstimmung vom 4. März informieren würde.
In diesem Sinne besten Dank für die Kenntisnahme

Freundliche Grüsse
Danièle und Richard Frei-Gautschi

NB. Obwohl wir nicht im Gegnerkomitee aktiv sind, erlauben wir uns, Rolf Stähli eine Kopie dieses Schreibens zu senden, damit Befürworter und Gegner die Anliegen einzelner Emmer Bürger/innen kennen.