Zum Zeilenbau

Es gibt ein 5. Geschoss (Attika) auf dem Gebäude 1 (Zeilenbau), obwohl die zugewiesene Zone W2 bzw. W-S nur 2 bis 4 Vollgeschosse erlaubt. Es wird dazu neu und unverständlicherweise der Bebauungsplan der Feldbreite wie auch der zukünftige Bebauungsplan Neuschwand als Begründung für dieses 5. Geschoss angeführt. Wir halten fest, dass bis zur Genehmigung durch den Einwohnerrat zur Zuweisung in die Bauzone W2-WS  für dieses Grundstück immer nur von max.  2-3 Geschossen bei einer möglichen neuen Überbauung die Rede war.In allen öffentlich zugänglichen Dokumenten und Informationen der Gemeinde wurde dies immer wieder erwähnt. Die Bevölkerung und die Anwohner hatten zur neuen Zonenzuweisung  leider nichts zu sagen. Der aktuell vorliegende Bebauungsplan darf nicht eine noch höhere Bauweise ermöglichen, sondern die Begrenzung auf 4 Vollgeschosse soll gemäss Zone W2-WS  strikte eingehalten werden.

  • Der massive Zeilenbau  hat keine wirkliche, von der Jury begründete Funktion als Lärmriegel gegenüber dem Jumbo und Emmen Center. Das Lärmgutachten in den jetzt aufliegenden Dokumenten zeigt dies klar. Alle Werte sind deutlich unter den erlaubten Grenzwerten bei Tag und Nacht. Der Fluglärm infolge der Lage der Bebauung in der An- und Abflugschneise des Militärflugplatzes Emmen wird darin jedoch nicht erwähnt. Das von der CVP in ihrer Motion geforderte Aufbrechen dieses Riegels / Zeilenbaus wäre somit aus Lärmaspekten durchaus möglich, wird aber vermutlich aus finanziellen Überlegungen (weniger Wohnungen und somit tieferer Landverkaufspreis) bewusst unterlassen.
  • Die Ausrichtung der Wohnräume des Zeilenbaus Richtung  285° West-Nordwest, also noch mehr nördlich als westlich, hat zur Folge, dass in die Wohnzimmerräume während sechs bis sieben Monaten im  Jahr überhaupt kein Sonnenlicht eindringen kann (ausgenommen bei der in Richtung Südwest gerichteten Fassade mit den vier neu geplanten Balkonen und den Attika-Wohnungen). Somit muss davon ausgegangen werden, dass zur Rentabilitätssteigerung des Projektes und der entsprechenden Entschädigung an die Gemeinde für das Land ein gravierender Mangel an Sonne und Licht für die zukünftigen Bewohner in Kauf genommen wird, trotz des qualitativen Anspruches des Siegerprojektes Neuschwand. Warum wurde diese aussergewöhnliche Ausrichtung der Gebäude beim Siegerprojekt nicht schon durch die Wettbewerbs Jury festgestellt? An der öffentlichen Präsentation des Siegerprojektes wurde jedenfalls von vielen Besuchern der Ausstellung dieser Mangel an Sonnenlicht erkannt und die anwesenden Projektverantwortlichen von Losinger Marazzi und Rüssli Architekten AG wurden mehrfach darauf aufmerksam gemacht.
  • Der Schattenwurf  des Zeilenbaus ist massiv und ermöglicht praktisch keine Morgensonne in den dahinter liegenden Gebäuden sowie einem Grossteil der Aussenräume in der neuen Überbauung.