Der Kanton hat die zweite überarbeitete Version zur Vorprüfung des Bebauungsplanes Neuschwand bereits am 9.Oktober 2016 der Gemeinde wieder zugestellt. Die Gemeinde hält die Informationen zu den relevanten Anpassungen jedoch zurück. Es handle sich weiterhin um eine laufende Planung war die  Antwort auf die fünf Fragen unseres Komiteemitgliedes und ER Benedikt Schneider CVP anlässlich der Sitzung vom 22. November 2016 des Einwohnerrates.

Bei der Einsichtnahme in die kantonalen Vorprüfungen auf der Gemeinde durch ein Komiteemitglied stellte sich heraus, dass alle 2 1/2 und 3 1/2  Wohnungen der mittleren Häusern der Bebauung bereits in der ersten Vorprüfung durch den Kanton vom Herbst 2015 unter dem Punkt Bauhygiene beanstandet wurden und sogar verboten sind. Weitere Anpassungen und eine Redimensionierung  sind vom Kanton ebenfalls verlangt worden. Es bleibt jetzt sogar ein Gebäude (Haus Rotbach) bestehen.

Fünfzehn Wohnungen waren gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz in einer nicht zulässigen Ausrichtung geplant:

Das Planungs- und Baugesetz des Kantons Luzern verbietet dies unter § 152 Besonnung  (Originaltext)

  1. Der Bau von Wohnungen bei denen sämtliche Wohn- und Schlafräume zwischen Nordost bis Nordwest orientiert sind, ist verboten.
  2. In ausgesprochenen Schattenlagen dürfen keine Wohnbauten erstellt werden.

Planende Architekten, die Bauunternehmung und das ganze Entscheidungsgremium der Gemeinde für diesen Bieterwettbewerb haben diesen klaren Verstoss gegen das Baugesetz toleriert. Trotz offensichtlichen und schwerwiegenden Mängeln wurde das Projekt  sogar zum Siegerprojekt erkoren.

Das "Komitee Herdschwand erhalten -  zum Nutzen aller„ wie auch der Quartierverein haben in Ihrer Mitwirkung auf diese mangelnde Qualität hingewiesen. Viele Besucher haben diesen Punkt anlässlich der Projektausstellung ebenfalls bemängelt.

Ist bei dieser Ausgangslage das Siegerprojekt „ Neuschwand“ mit Blick auf die übrigen Projekteingaben noch tragbar?  Bietet die Abstimmung über den Vorkaufsvertrag aufgrund der wesentlich veränderten Sachlage noch genügend Legitimation, um am Projekt "Neuschwand" festhalten zu können? Müsste nicht der Wettbewerb in einem Verfahren nach der SIA-Norm wiederholt werden? 

Wann und wie informiert die Gemeinde über diese  Entwicklung bezüglich ihres Siegerprojektes „Neuschwand“ ?