Allgemeine Punkte zur Umzonung, Vorprüfung Bebauungsplan und Bautätigkeit in der Gemeinde

  • Es ist ein echtes Bedürfnis für noch mehr Wohnraum in der Gemeinde   nachzuweisen, um ein Grundstück in dieser Grösse von der Zone für öffentlichen Zweck in eine Bauzone umzuzonen.
  • Das Wachstum der Bevölkerung von Emmen scheint klar über dem erlaubten Wachstum von 1% gemäss dem neuen Raumplanungsgesetz zu liegen und ist somit durch die zuständigen Stellen des Kantons zu überprüfen.
  • Bei zukünftigen Plänen für grössere Überbauungen muss zwingend vorab ein Verkehrskonzept erstellt werden (siehe Fehlen desselbigen bei der Grossüberbauung Feldbreite).
  • Die enorme Bautätigkeit in der Gemeinde, aktuell sind bereits etwa 1100 Wohnungen im Bau sowie in den bestehenden Bauzonen Seetalplatz und Viscosestadt weitere 1500 geplant, erfordert auch viel und neue Infrastruktur in der Gemeinde.
  • Neben Schulraum und Verwaltung gehört dazu auch ein drittes Betagtenzentrum aufgrund der demographischen Entwicklung der Bevölkerung in 10 bis 15 Jahren (Verdoppelung des Anteils der Wohnbevölkerung über 80 Jahre) und somit der Bedarf von ca. 300 zusätzlichen Pflegebetten/Zimmer.
  • Die Herdschwand ist noch die einzige, grosse zusammenhängende Landreserve der Gemeinde in der Kernzone mit  18‘ 000 m2 .
  • Dieses Grundstück wird zukünftig für neue Infrastrukturen benötigt und darf nicht in eine Bauzone umgezont werden, um noch mehr vom Gleichen (Wohnbauten) zu schaffen, ohne ein wirkliches nachgewiesenes Bedürfnis.
  • Die rein finanzielle Auswirkung eines Verkaufs auf die laufende Rechnung der Gemeinde darf für die geplante Umzonung nicht ausschlaggebend sein.
  • Der Bebauungsplan, der zur Vorprüfung/ Mitwirkung aufliegt, weist gravierende Mängel bezüglich Lebensqualität der zukünftigen Bewohner der Überbauung auf und ist nur auf eine maximale Ausnutzung und den daraus resultierenden Landpreis für die Gemeinde ausgerichtet.
  • Die  Sonderbauschriften sind sehr vage abgefasst und lassen dem Bauherrn einen viel zu grossen Interpretationsspielraum.
  • Fazit: Der Bebauungsplan Neuschwand ist bei der Vorprüfung als mangelhaft zurückzuweisen.