Leserbrief vom 25.1.2016 zum Artikel in der LZ vom 14.Januar 2016

Hat Emmen Geld zu verschenken? Zu diesem Schluss muss man fast kommen, wenn man sieht, wie Emmen mit seinen Landreserven umgeht. Emmen baut, baut, baut – wächst, wächst, wächst. Das Grundstück «Betagtenzentrum Herdschwand» soll aus der öffentlichen Zone herausgenommen und in eine private Bauzone umgewandelt werden. Dabei ist es eines der letzten Grundstücke der Gemeinde an zentraler Lage. Die Investoren freuts, winken doch saftige Gewinne. Die Folgekosten für Schulen, Kindergärten, Strassen etc. zahlen ja brav die Steuerzahler von Emmen. Viel sinnvoller und lukrativer wäre doch, wenn die Gemeinde die Gebäude des Betagtenzentrums Herdschwand soweit als möglich weiter nutzen (z. B. als günstigen Wohn- und Arbeitsraum für Studenten der neuen Kunsthochschule, bezahlbares alternatives Wohnen im Alter, Kindertagesstätten etc.) und das Grundstück als Landreserve für die Bedürfnisse der nächsten Generationen behalten oder das Grundstück höchstens im Baurecht abgeben würde. So wäre sichergestellt, dass auch für zukünftige Gemeindeprojekte noch genügend und günstiges Land an zentraler Lage zur Verfügung steht. In der Zwischenzeit würden die Baurechtszinsen zudem langfristige und sichere Einnahmen für die Gemeindekasse bedeuten, und der Mehrwert durch steigende Bodenpreise ginge ebenfalls nicht verloren. Emmen hätte somit «s Weggli ond de Batze».

Mark Blum/Denise Steffen Blum, Emmenbrücke