Leserbrief vom 25.1.2016 zum Artikel in der LZ vom 14.Januar 2016

Nun ist es also öffentlich geworden. Emmen hat nur noch wenig Bauland und keine attraktiven Grundstücke mehr. Ein weiterer wichtiger Grund, das Herdschwand-Areal zu erhalten. Noch ist eine Korrektur möglich. Dieses letzte grosse Grundstück mitten in der Kernzone der Gemeinde darf nicht vom aktuell «öffentlichen Zweck» auch noch in eine Bauzone umgewandelt werden.Dies gilt es mit aller Kraft zu verhindern, auch mittels Referendum, wenn der Einwohnerrat diese geplante Umzonung nicht vors Volk bringt.

Emmen hat schon zu viel Land für Wohnbauten eingezont. Der damit ausgelöste Bauboom und das massive Wachstum der Einwohnerzahl in den nächsten Jahren ist eine enorme Herausforderung. Schulraum und Strassen müssen ausgebaut werden. Die Verwaltung muss aufgestockt werden. Ein drittes Alterszentrum durch die Entwicklung der Altersdemografie muss ebenfalls geplant werden (Verdoppelung der Einwohner über 80 Jahre bis 2035.) Der aktuelle Wachstumsbericht für die Gemeinde, der an der Einwohnerratssitzung im Dezember zur Kenntnis genommen wurde, zeigt diesen enormen Anstieg der benötigten Infrastruktur klar auf.

Wir brauchen noch Land im Herzen der Gemeinde für öffentlichen Zweck und dürfen nicht alles dem Investitionsboom für Wohnbauten opfern.

Hansruedi Kurmann, Emmen