«Verkaufsgegner spielen auf Zeit»

Leserbrief vom 26.6.2016 zum Artikel in der LZ vom 22.Juni 2016

Der Bericht erweckt den Eindruck, als würden die Verkaufsgegner des gemeindeeigenen Grundstücks auf der Herdschwand die Verzögerung verantworten. Bis jetzt haben nur die Projektentwickler und die Gemeinde die ganze Ver­zögerung zum Projekt Neu-schwand zu verantworten. Losinger Marazzi AG und die Gemeinde Emmen haben einen Bebauungsplan an den Kanton eingereicht, der nicht den Baugesetzen entsprach und sogar eine nicht genehmigungsfähige Ausrichtung von Wohnungen enthielt. Dieser Bebauungsplan wurde vom Kanton zu Recht mangels Qualität und Rechtmässigkeit zurückgewiesen und musste in wesentlichen Teilen überarbeitet werden. Dies führte zur grossen Verzögerung. Auch der aktuelle Bebauungsplan führte zu 10 Einsprachen und zwei Stellungnahmen. Diese Einsprachen sind noch nicht erledigt und könnten zu weiteren Verzögerungen führen.

Wegen des Antrags des Gemeinderates im Einwohnerrat, die Gebäudesubstanz ohne Not vorzeitig abzureissen, bleibt dem Komitee «Herdschwand erhalten zum Nutzen aller» nichts anderes übrig, als sich zur Wehr zu setzen. Nur so kann verhindert werden, dass voreilig Tatsachen geschaffen werden. Von einer Zermürbungstaktik kann ebenfalls keine Rede sein. Das Komitee nimmt nur die legitimen Volksrechte wahr.

Für das Komitee: Rolf Stähli, Emmenbrücke