Zur Abstimmung über die Zukunft der Herdschwand in Emmen am 4. März

Das Komitee «Pro Herdschwand» verspricht in seinem Flyer den Erhalt von Kulturland und Grünflächen. Damit will es die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu einem Ja zum Abriss des ehemaligen Betagtenheims und zum neuen Bebauungsplan verleiten. Tatsache aber ist, dass die Gemeinde das vierzigjährige Betagtenzentrum abreissen und das gemeindeeigene, zentral und doch ruhig gelegene parkähnliche Grundstück der Firma Losinger-Marazzi verkaufen will, damit hier eine Grossüberbauung namens Neuschwand errichtet werden kann.

Das Gegenkomitee «Herdschwand erhalten zum Nutzen aller» will das Gebäude und dann insbesondere das Land für spätere Generationen retten und es der Gemeinde erhalten. Unsere Gemeinde wächst stetig. In Zukunft brauchen wir dieses zentral gelegene Land für Schulen, Kindergärten, Kitas, Alterswohnungen und anderes mehr. Wir wollen keine Schulen und Kindergärten auf neu überbautem Kulturland zum Beispiel neben dem Flugplatz. Daher zweimal Nein.

Beatrice Baumgartner, Emmenbrücke


Es ist unverständlich, dass auf der Herdschwand keine Anschlusslösung an die Zwischennutzung zu Stande gekommen ist. Damit entgehen der Gemeinde zusätzliche Einnahmen, und der Leerstand zieht eine Schädigung des Volksvermögens nach sich.

Noch hat das Stimmvolk dem Abriss und der Umzonung nicht zugestimmt. Ob die Gemeinde Emmen eine weitere Grossüberbauung verträgt, die zudem mit 1,5 Millionen Steuergeldern vorfinanziert werden soll, darüber befinden wir am 4. März.

Dass ein strukturelles Defizit mit dem Verkauf von Volksvermögen nicht behoben werden kann, haben die letzten Jahre jedoch deutlich gezeigt. Tragen wir deshalb Sorge zu unseren gemeindeeigenen Liegenschaften und dem wertvollen Grundbesitz, damit auch künftige Generationen davon profitieren können.

Judith Portmann, SP-Einwohnerrätin Gemeinde Emmen