Zum Leserbrief von Ernst Widmer, der als Architekt die Studie von 1997 / 2005 ? mit Kosten von 32 Mio. für die Totalerneuerung als Alters und Pflegeheim verfasste, sind drei Dinge klar zu stellen.

Erstens prägte der Verfasser des Leserbriefes den Neubau auf dem Emmenfeld wesentlich mit und ist Mitglied der Geschäftsleitung der Welcome Immobilien AG, welche auch die Ausschreibung der Herdschwand zum Verkauf mittels eines Bieterwettbewerbs im Auftrag der Gemeinde durchführte.

Zweitens stimmte die Stimmbevölkerung von Emmen lediglich einem Vorkaufsvertrag mit Rücktrittsklausel zu und zwar damals 2015 zu einem höheren Preis, einem nun nicht mehr identischen Projekt und ohne das Wissen um die Einbussen beim Finanzausgleich.

Insofern hat sich die Grundlage des Volksentscheides so verändert, dass der Slogan Volkswillen umsetzten der Befürworter des Verkaufs fragwürdig ist. Beim Rücktritt ist laut Kaufvorvertrag nur die Anzahlung von 535`000- zurück zu erstatten.

Drittens trifft es nicht zu, dass der Gemeinde so hohe Kosten für den Umbau entstehen werden. Die Gebäude können einem Investor im Baurecht abgegeben werden, dann winkt gar ein Baurechtszins. Investiert aber die Gemeinde selbst, resultiert langfristig ein sehr gutes Kosten-Nutzenverhältnis. Die Investitionen könnten langfristig abgeschrieben werden.

Die BZ Emmen AG hat übrigens schon 6 Mio. Franken für den Heimfall der Gebäude von der Gemeinde erhalten. Siehe Geschäftsberichte 2015 und 2016 der BZAG.

Es waren übrigens zweimal über 1200 Unterschreibende aus allen Quartieren der Gemeinde Emmen, die sich für einen Erhalt des Landes und der Gebäude zum Nutzen aller bekannten. Daher 2 x Nein am 4.März.

Rolf Stähli, Emmenbrücke