Die Bautätigkeit in der Agglomeration Luzern ist gewaltig, auch in Emmen. Ich frage mich, ob wir jetzt wirklich noch weitere 150 Mietwohnungen brauchen, ausgerechnet auf dem letzten zentral gelegenen Grundstück, das der Gemeinde gehört? Klar, der Gewinn aus dem Liegenschaftenverkauf würde sich kurzfristig positiv in der Bilanz niederschlagen. Aber eben nur kurzfristig. Sofern die Gemeinde nicht das chinesische Ein-Kind-Gesetz übernimmt, hat sie als Folge der ungezügelten Bautätigkeit mit Infrastrukturkosten zu rechnen, da heute schon der Schulraum knapp ist, und auch die beiden Betagtenzentren an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Also wo bauen, wenn die Gemeinde ihre beste Liegenschaft veräussert? Das Land ist weg, das Geld ist weg. Dafür lächelt sich irgendein Investor ins Fäustchen, weil er zu einem einmaligen Stück Land gekommen ist. Ich sage zweimal Nein.

Thomas Fueter, Emmenbrücke